Zum Inhalt springen

Ein Herz für ARTE

Die Geschichte der Association Relative à la Télévision Européenne

ARTE ist mit seinem interkulturellen Fernsehjournalismus einzigartig in der deutschen Medienlandschaft und in seiner Funktion als Kulturvermittler wahrscheinlich wichtiger denn je. Wie formiert sich so ein Sender und wie entstehen dessen Programme?

Und jetzt zur Entspannung ein wenig Mu… – äh – Geschichte.

Happy birthday ARTE

Am 30. Mai 1992 wurde der Sendebetrieb der Association Relative à la Télévision Européenne (besser bekannt unter dem Akronym: ARTE) aufgenommen. Das deutsch-französische Fernsehprogramm des Senders wird sich von nun an an Zuschauer unterschiedlicher kultureller Herkunft richten. Denn als paneuropäischer Fernsehkanal ist ARTE seit jeher bemüht, die Barrieren interkultureller Kommunikation zu überwinden.
Ziel der Produzenten ist es bis heute, den Dialog zwischen verschiedenen Kulturen voranzutreiben und damit einen Beitrag zur übernationalen sprachlichen und kulturellen Verständigung zu leisten.

Entwicklungsprozesse und Institutionalisierung des Senders

1988 erklären sich auf dem deutsch-französischen Gipfel in Bonn, nach Befürwortung von Präsident François Mitterand und Kanzler Helmut Kohl, die verantwortlichen Behörden bereit, zu prüfen, unter welchen Bedingungen die Gründung eines deutsch-französischen Kulturkanals möglich ist. Als Fundament wird daraufhin ein Gründungsvertrag für einen europäischen Kultursender erarbeitet und am 02. Oktober 1990 von dem französischen Minister für Kultur und den Ministerpräsidenten der 11 westdeutschen Bundesländer unterzeichnet. Die fünf neuen ostdeutschen Bundesländer treten dem Vertrag im November 1996 bei.

Neben einer gemeinsamen Senderzentrale in Straßburg, gibt es zwei weitere Pole.
Das französische ARTE-Mitglied, LA SEPT, im Jahr 2000 umbenannt in ARTE France, wird in Paris im Februar 1986 gegründet. Gesellschafter sind zu 45% der regionale öffentlich rechtliche Kanal FR3, zu 25% der französische Staat sowie Radio France und das INA zu jeweils 15%. LA SEPT stellt die ersten Programme von ARTE.
Das deutsche Mitglied, ARTE Deutschland TV GmbH, wird im März 1991 in Baden-Baden gegründet. Gesellschafter sind zu jeweils 50% die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF.

ARTE hat einen europäischen Kulturauftrag

ARTE generiert Drittmittel, aus Kultur- und Fernseh-Sponsoring (aber nicht aus Werbung). Die Haupteinnahmen des Senders setzen sich jedoch aus Anteilen der Rundfunkgebühr in Deutschland und Anteilen am Haushaltsbudget für audiovisuelle Medien in Frankreich zusammen.

Dem mit der Finanzierung aus öffentlichen Geldern einhergehende Kultur- und Bildungsauftrag will ARTE unter anderem auch durch eine möglichst enge Zusammenarbeit mit Rundfunkanstalten anderer Länder gerecht werden. So wird seit der Gründung mit zahlreichen weiteren europäischen Fernsehsendern kooperiert. Auch wenn der Sendeanteil der internationalen Partner am Gesamtprogramm von ARTE eher gering ist, bietet die Zusammenarbeit für viele Partner auch eine Chance für die Produktion von kreativen, interkulturellen Fernsehformaten.

Ob ARTE es schafft, seinen Kultur- und Bildungsauftrag zu erfüllen, liest du hier!

Und meine persönlichen Highlights auf ARTE findest du hier!

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    fünf + 8 =