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Bruno – Chef de police

Eine kulinarische Krimi-Reihe von Martin Walker

Wie der Autor mein geliebtes Périgord zum Krimi Schauplatz macht und seine Leser mit auf eine Reise durch die Küchen und Betten Südwest Frankreichs nimmt.

Als ich vor einigen Jahren begann regelmäßig in die für mich schönste Region Frankreichs – ins Périgord – zu reisen, begann ich circa zeitgleich die Krimi-Reihe „Bruno – Chef de Police“ zu lesen. Und ich bin bis heute verliebt in den kauzigen Commissaire Bruno Courrèges und seine Abendteuer als Polizei-Chef von Saint-Denis. Und nach einem persönlichen Treffen mit dem wirklich charismatischen Autor ehrlicherweise auch ein bisschen in Martin Walker.

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Martin Walker und das Périgord

Der gebürtige Schotte Martin Walker, geboren 1947, ist keineswegs Krimiautor von Haus aus, sondern „eigentlich“ Historiker und politischer Journalist. Er hat rund 25 Jahre lang für die britische Tageszeitung The Guardian geschrieben. Leitete die Auslandsbüros in Washington und Moskau und war als Korrespondent in der ganzen Welt unterwegs.
Als er durch ein befreundetes Journalisten-Ehepaar ins Périgord kam, verliebte er sich in Land und Leute. Er hatte plötzich das Bedürfnis sich niederzulassen und begann 2008 über diesen wundervollen Ort zu schreiben. „Egal, was du gerade tust, lass alles stehen und liegen. Ich habe für uns ein Haus gefunden!“, erinnert sich Walker bei einer Lesung an die Worte seiner Frau aus dem Jahr 1999.
Seither lebt er mit seiner Familie in einem Bauernhaus aus dem 17.Jahrhundert, das sie komplett renoviert haben.
„Wir halten Hühner: Der Gockel heisst Sarkozy, die vier Hennen heissen Angela Merkel, Carla Bruni, Hillary Clinton und Margaret Thatcher. Bruni ist die schönste, aber Merkel gibt am meisten Eier.“, so der Schriftsteller.

Bruno Courrèges und Saint Denis

Natürlich hat der Protagonist der Krimi-Reihe auch ein reales Vorbild, einen guten Freund Walkers, der zudem wirklich Dorfpolizist ist. Viele der liebenswürdigen Eigenschaften Brunos enstpringen also nicht seiner Fantasie, sondern sind Reportage. Ähnlich verhält es sich mit dem kleinen Dörfchen Saint Denis. Eine Collage aus den real existierenden Dörfern Le Buisson, Le Bugue und Les Éziers.

Immer schön der Reihe nach

Mittlerweile erscheinen Martin Walkers Romane in 15 Sprachen. Der Autor veröffentlicht seit 2010 (im deutschsprachigen Raum) mindestens jährlich einen neuen Fall des von mir sooo sehr liebgewonnenen Bruno. Für mich die perfekte Urlaubslektüre, ohne die ich mir einen Besuch im Périgord gar nicht mehr vorstellen kann. Natürlich ist jeder Roman eine in sich geschlossene Geschichte. Wer allerdings die kleinen Romanzen des Chef de police so gerne verfolgt wie ich, und neben den Kriminalfällen auch an der Kultur und Geschichte der Region interessiert ist, dem empfehle ich die Bände chronologisch zu lesen. Daher nachstehend ein kleiner Überblick.

  1. Bruno – Chef de police
  2. Grand Cru – Der zweite Fall für Bruno Chef de police
  3. Schwarze Diamanten – Der dritte Fall für Bruno Chef de police
  4. Delikatessen – Der vierte Fall für Bruno Chef de police
  5. Femme fatale – Der fünfte Fall für Bruno Chef de police
  6. Reiner Wein – Der sechste Fall für Bruno Chef de police
  7. Provokateure – Der siebte Fall für Bruno Chef de police
  8. Eskapaden – Der achte Fall für Bruno Chef de police
  9. Grand prix – Der neunte Fall für Bruno Chef de police
  10. Revanche – Der zehnte Fall für Bruno Chef de police
  11. Menu surprise – Der elfte Fall für Bruno Chef de police

Alle Bände sind beim Diogenes-Verlag übrigens auch als Hörbücher und E-Books erhältlich.

Der Autor wird zum Reiseführer

2013 hat Walkers deutschsprachiger Hausverlag Diogenes mir (und allen anderen Bruno-Fans) ein wirklich schönes Geschenk gemacht. Den kleinen Reiseführer von Martin Walker – den Du hier kostenfrei online lesen kannst.

Die Küche des Périgords

Aber Martin Walkers Romane haben mich nicht nur ob des Schauplatzes ins Herz getroffen. Bruno Courrèges ist nämlich ganz nebenbei auch noch ausgewiesener Gourmet. Der sich mit größter Leidenschaft kulinarischen Spezialitäten aus der Region hingibt. Identifikationsmoment!
Und das Schönes ist, dass sich alle Gerichte aus den Romanen mit „Brunos Kochbuch: Rezepte und Geschichten aus dem Périgord“ nachkochen lassen. Ein Abendessen mit Bruno quasi!

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„Endlich: Essen wie Bruno im Périgord! Das Kochbuch zu den kulinarischen Krimis von Martin Walker. Statt nur delikater Kriminalfälle für Bruno gibt es endlich auch die delikaten Rezepte mit marktfrischen Zutaten von Bruno – Chef de police, zusammengestellt von Martin Walker und optisch stimmungsvoll in Szene gesetzt durch den Foodfotografen Klaus-Maria Einwanger! Trüffeln, Pâté, Käse, guter Wein und schöne, geschichtsträchtige Landschaft: Der Hobbykoch aus dem Périgord spricht alle Sinne an. Ein Gaumenschmaus und kulinarischer Reiseführer! Und eine große Liebeserklärung an das Périgord!“

Diogenes Verlag

Das Périgord ist bekannt für seine wirklich fantastische Küche. Zu den Klassikern gehören unter anderem zum Beispiel Foie gras (Entenstopfleber – ja, ich esse sie auch nicht!) oder Confit de canard (Entenschenkel – esse ich sehr wohl und mit Hochgenuss!). Du solltest aber neben den herzhaften Spezialitäten vor allem auch die leichte Küche des Périgord kosten.
Ab Herbst 2019 kannst Du dich hierbei von „Brunos Gartenkochbuch“ insperieren lassen.

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„Gartenfrisches gegrilltes Herbstgemüse mit Basilikum und Ziegenkäse, Mirabellen-Sorbet – besser lässt sich die Sehnsucht nach Frankreich nicht stillen. Für Martin Walker und seine Frau Julia Watson gibt es nichts Schöneres, als sich in ihrem Garten im Périgord zu köstlichen Rezepten inspirieren zu lassen. Eine kulinarische Liebeserklärung mitten im gastronomischen Herzen Frankreichs.“

Diogenes Verlag

Du möchtest nun mehr über die Region erfahren? Dann könnte Dich mein Beitrag „Vive la France – Meine Reise durch das fabelhafte Périgord“ interessieren.

LOVE: J.

Und wenn Du Cozy Crime magst, schau Dir doch mal meine Beiträge „Tante Poldi – Eine bajuwarisch sizilianische Krimi-Reihe von Mario Giordano“ und „Cozy Crime von der Insel – Hamish Macbeth von M. C. Beaton“ an!

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