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Vive la France

Meine Reise durch das wunderbare Périgord

Wir besichtigen die prähistorischen Höhlenmalereien von Lascaux, mittelalterliche Burgen und bezaubernde Renaissance-Châteaus, die auf grünen Hügeln thronen. Wir fahren Kanu und Go-Cart und frönen natürlich ausgiebig lokalem Speis und Trank. Koffer gepackt? Los geht’s!

Seit einigen Jahren besuche ich die schönste Region Frankreichs nun schon jährlich, doch noch nie habe ich über sie geschrieben. Heute nehme ich dich mit auf meine Reise.

Ein perfekter Urlaub im Périgord

Für mich beginnt der perfekte Urlaub in der Nähe von Bergerac, im Südwesten Frankreichs. In einem kleinen Ferienhaus mit Terrasse am See. Das ist nicht nur der beste Ort, um zu entspannen und die bezauberndsten Sonnenuntergänge zu beobachten, sondern auch so zentral gelegen, dass man die komplette Region in Tagestrips (einen fahrbaren Untersatz vorausgesetzt) erkunden kann.
Ich bevorzuge Besuche im September, aber auch die Monate Mai und Juni bieten sich an, wenn man große Touristenmengen und erhöhte Preise in der Gegend vermeiden möchte.

Photo by Annie Spratt

Wein, Weib und Gesang

Die Region ist so vielseitig, dass ich mich kaum entscheiden kann, wo ich anfangen soll. Also starten wir doch einfach direkt vor der Haustür.

Das Chateau de la Vieille Bergerie, in der Nähe von Bergerac, bietet einen exzellenten trockenen Weißwein zu günstigen Preisen an. Der Cuvée Quercus wurde vielfach prämiert.

Ein weiteres Ausflugsziel, das ich nur ausdrücklich empfehlen kann, ist das Renaissance-Chateau Monbazillac. Obwohl man das Chateau auch begehen kann, empfehle ich sich auf die Terrasse des Cafés zu setzen und bei einem Glas des herrlichen Süßweins den fantastischen Blick über das Dordogne-Tal zu genießen.

Saint-Émilion zum Beispiel ist eine wunderschöne alte Stadt, die einiges Sehenswertes (unter anderem die Felsenkirche) zu bietet hat, aber vor allem in der Hochsaison von Touristenmassen geradezu überrannt wird. Mein absoluter Geheimtipp an dich: Das Kloster Les Cordeliers im Altstadt-Kern. Hier kannst du dir an der Snack-Bar deinen ganz individuellen Picknick-Korb zusammenstellen und im Freien essen. Zur Auswahl gibt es verschiedene Brotaufstrich, Baguette, Wurst, Käse und eine Flasche des hauseigenen Cavas. Unbedingt ausprobieren!!!

Ein paar Autominuten länger entfernt liegt Le Bugue. Das Städtchen, das als Vorbild für Martin Walkers Krimi-Reihe dient, bietet nicht nur dienstags den besten Markt der Region, sondern auch malerische Landschaft in der Umgebung. Unter anderem die Burgen von Beynac und Castelnaud und das Chateau des Milandes, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind.

Auch schön in dieser Region ist die mittelalterliche Stadt Sarlat, wo man stundenlang durch die romantische Altstadt schlendern kann.

Empfehlung von Bruno – Chef de police: Besuch‘ das Chateau de Tiregand und koste seinen liebsten roten Pécharmant. Außerdem den Weinkeller von Julien de Savignac in Le Bugue, eine der größten Weinhandlungen weltweit.

Im Tal der Vézère liegen die beiden Dörfer Saint-Amand-de-Coly und Saint-Léon-sur-Vézère, die sich um den Rang des schönsten Dorfes Frankreichs streiten. Besuch‘ sie doch beide mal und entscheide selbst!

In Saint-Léon gibt es eine Kanu-Verleih, den ich selbst schon getestet habe. Die Kanu-Fahrt führt dich durch die Schluchten, den Höhlen von Lascaux zu Füßen. Eindrucksvoll, aber nicht die schönste Strecke, die ich in der Region befahren habe. (Mehr Infos zu Kanu-Touren in der Region findest du hier. Absolut empfehlenswert, auch für Anfänger!) Schwimmen ist auf der gesamten Strecke ausgeschlossen.
Wer mehr, als nur den großen Zeh ins Wasser strecken, möchte, dem sei der Kieselstrand bei Limeuil zu empfehlen. Der Fluss ist hier besonders klar und hat eine angenehme Strömung.

Photo by Dan Seddon

Canoë und Co

Wer Aktivitäten zu Wasser mag, wird die Kanu-Fahrten im Périgord lieben! Egal, ob passionierter Wassersportler oder Couch-Potato.

  • Allo Canoës (La Dronne)
  • Périgueux Canoë (L’Isle)
  • Aventure plein air, Les 3 drapeux (La Vézère)
  • Couleurs Périgord, Canoës Carsac (La Dordogne)

Hochseilgärten und Abenteuerparks

  • Monkeys Forest (Carsac-Aillac)
  • Périgord vert aventures (Nontron)
  • Accrozarbres (Laveyssiere)
  • Cornille aventure (Cornille)
  • Airparc Périgord (Saint-Vincent-de-Cosse)

Das beste Restaurant der Welt

Mit vollster Überzeugung behaupte ich, dass das Vieux Logis in Trémolat das beste Restaurant der Welt hat! Natürlich habe ich nicht alle Restaurants auf diesem Planeten besucht, aber einige! Nirgends habe ich mich jemals so willkommen und wohl gefühlt wie hier. Mein Geheimtipp: Das Tapas Menü, welches man hier von montags bis freitags zum Mittag serviert bekommt. Für etwas mehr als 50,00 € serviert dir das zuvorkommendste Personal, das ich jemals erlebt habe, den Himmel auf Tellern. In acht kleinen Gängen zu extatischem Glück – das gibt es nur hier!

Bordeaux

Die Region ist bekannt für Ihren Wein und den Weinhandel, denn hier werden jährlich rund 1 Millionen Flaschen produziert. Den Reichtum sieht man vor allem dem Zentrum an.

Bordeaux ist eine prächtige Stadt, die in den letzten Jahren unter ihrem Bürgermeister Alain Juppé eindrucksvoll restauriert wurde. Aus dem Herzen des Périgord fährt man rund eineinhalb Stunden an diesen wirklich atmosphärischen Ort und wird am Westufer der Garonne von renovierten Prachtbauten und einer großzügigen Uferpromenade begrüßt.

Photo by Juan Di Nella

Sightseeing in Bordeaux à la ChezJuli

Unbedingt ansehen musst du:

  • Les Chartrons (das Stadtviertel der Weinhändler)
  • Place de la Bourse
  • Place des Quinconces (mit dem Denkmal der Girondisten)
  • Porte Cailhau (im 15. Jahrhundert das Hauptstadttor) -> unbedingt auf’s Dach steigen und die unglaubliche Aussicht genießen!
  • Musée des Beaux-Arts (1801 von Napoleon Bonaparte gegründet)

Märkte, die du besuchen solltest:

  • Marché des Quais (sonntags am Flussufer im Weinhändlerviertel Les Chartrons geöffnet)
  • Marché des Capucins (freitags und samstags geöffnet) -> super Tipp auch für regnerische Tage, da der Markt überdacht ist!

Märkte im Périgord

Sobald ich im Südwesten Frankreichs bin, werden die regionalen Wochenmärkte ganz intuitiv zur ersten Anlaufstelle, wenn es um den Einkauf von Lebensmitteln geht. Klar, dass man jede Obst- und Gemüsetheke im Supermarkt links liegen lässt, wenn man frischer, günstiger und nachhaltiger im nächsten Dorf einkaufen kann.

Abgesehen von den traditionellen Wochenmärkten gibt es im Périgord auch noch die sogenannten Marches nocturnes (Nachtmärkte), meine absoluten Favoriten! Oh, ich könnte ins Schwärmen geraten, sobald ich nur daran denke, wie wunderschön diese abendlichen Events in den kleinen Dörfern sind. Dann stehen zwischen den Verkaufsständen der regionalen Erzeuger Tische und Bänke, an denen man frisch zubereitete Köstlichkeiten verspeisen kann.
Nachstehend findest du eine kleine Übersicht der Märkte in der Region:

  • Montag (Lundi): Duras, Miramont de Guyenne
  • Dienstag (Mardi): Libourne, Sauveterre de Guyenne
  • Mittwoch (Mercredi): Bergerac, Coutras, Pellegrue
  • Donnerstag (Jeudi): Eymet, Lussac
  • Freitag (Vendredi): Libourne, Monségur
  • Samstag (Samedi): Coutras, Sainte-Foy-la-Grande
  • Sonntag (Dimanche): Issigeac, Libourne, Saint-Seurin-Sur-L’Isle

Gärten im Périgord

Nicht nur die Engländer pflegen eine große Gartenkultur, auch die Franzosen haben wunderschöne Parkanlagen zu bieten, die regelrecht zum Träumen einladen!

  • Les Jardins panoramiques de Limeuil
  • Les Jardins de l’Imaginaire
  • Les Jardins de Marqueyssac
  • Les Jardins de Sardy

Ich bin mir sicher, dass Gott sich das Périgord als Lebensmittelpunkt ausgesucht hat. Und auch, wenn wir nicht alle hier leben, sollten wir doch öfter leben wie Gott in Frankreich – an jedem Ort dieser Welt, oder?

Woher kommt eigentlich das Sprichwort „Leben wie Gott in Frankreich“? GEO erklärt.

2 Kommentare

  1. genau die gleiche Einstellung habe ich auch. Man lebt dadurch viel spontaner und sorgloser.
    Ganz liebe Grüsse,
    Isabelle

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