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Das Kulturprogramm von ARTE

Nach dem 20-jährigen Bestehen des Kulturkanals im Jahr 2011, hat sich die ARTE Redaktion dazu entschieden, Ziele und Entwicklung des Senders neu zu überdenken.

Als Ergebnis wurde ein übersichtlicheres und attraktiveres Programmschema präsentiert, das weiterhin die Vermittlung von Kultur und den Blick auf die Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven zum Motiv hat.

Programmschwerpunkte des paneuropäischen Kanals ARTE

Die Programmschwerpunkte des paneuropäischen Kanals ARTE liegen zum einen auf Informationen und Nachrichten in Form von Sendungen wie „ARTE Journal“ oder Magazinen wie „Mit offenen Karten“ und „Metropolis“. Von letzterer beispielsweise werden jährlich insgesamt 52 Ausgaben ausgestrahlt. 26 davon liefert das französische Mitglied LA SEPT, die andere Hälfte wird von den deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF bezogen.
Zum anderen sind Dokumentationen und Dokumentarfilme im Fokus des Senders. Sie bieten dem Rezipienten die Möglichkeit der Beobachtung und Begegnung mit Menschen unterschiedlichster Kulturen, ohne mit diesen in direkte Interaktion zu treten. Diese Formate sind ein wichtiges Standbein von ARTE.

Aber nicht nur Nachrichten, Magazine und Dokumentationen bilden Programmschwerpunkte. Auch Spiel- und Fernsehfilme sensibilisieren dafür, Themen aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten und tragen damit das Konzept des Senders. So lernt der Rezipient eine Kultur kennen, die wohlmöglich weitaus differenzierter ist, als die von Stereotypen geprägte Vorstellung.

Darüber hinaus bedient der Sender weiterhin die Bedürfnisse aller Liebhaber der Hochkultur im klassischen Sinne. Ob Theater, Oper, Ballett oder Konzert, dem Zuschauer werden sämtliche Darbietungen darstellender und musikalischer Künste geboten. Hierbei handelt es sich häufig nicht um Aufzeichnungen oder Live-Übertragungen, sondern um speziell für ARTE produzierte Inhalte. Diese werden hauptsächlich im Rahmen des Theaterabends (einmal im Monat montags) und der Musikreihen ausgestrahlt.

Ausgewählte Themenbereiche

Das neu strukturierte Programm soll dem Rezipienten den Einstieg in das zuweilen durchaus auch anspruchsvolle Angebot des Senders erleichtern. An die Stelle von Einzelformaten tritt nun von Samstag bis Freitag ein regelmäßiges Programm aus thematisch akzentuierten Formaten.

Dem Wochenende (Samstag und Sonntag) kommt bei ARTE – als „kulturelles Schaufenster“ – eine besondere Bedeutung zu. Nachdem der Sender hier sein Angebot ausgebaut hat, finden ganztägig vor allem Kulturmagazine und Wiederholungen von erfolgreichen Fernsehfilmen Raum.
Der Samstag bietet dem Rezipienten, vor allem am Nachmittag, Nachrichten, Analysen und Reportagen. So werden Formate wie „Metropolis“, „ARTE Re-portage“ und „ARTE Journal“ ausgestrahlt.
Abends ist das Programm, mit neuen kulturellen Trends in der sogenannten Tracks Night, eher dem jüngeren Publikum gewidmet. Nach „Abenteuer ARTE“ dreht sich alles rund um junge Kultur. Mit dem Format „Popkultur“ werden Po-part, Jugendkultur, Musik, Mode, Design und Literatur in Europa aufgegriffen und hinterfragt. Das neue Musikmagazin „Tracks“ behandelt vor allem aktuelle Trends der modernen Musiklandschaft. In der neuen Rubrik „ARTE Creative“, welche jeden zweiten Samstag gegen Mitternacht ausgestrahlt wird, sollen vor allem junge innovative Ideen aus Fernsehen und Internet einen Sendeplatz finden. Einmal im Monat ist jeweils abwechselnd auf diesem Sendeplatz das Format „ARTE Live web Pop“ und „Durch die Nacht“ zu sehen.
Am Sonntag präsentiert ARTE vormittags das neue Format „Kulturgespräch“ und „Philosophie“ und im Anschluss Dokumentationen und Magazine, die zu-gänglich und verständlich alle Facetten von Kultur präsentieren sollen. Das neue Format am Nachmittag, „Atelier“, begleitet junge Künstler bei ihrer Arbeit. Der Rezipient kann so Einblicke in die verschiedensten künstlerischen Bereiche, wie Fotografie, Tanz, Mode etc. gewinnen und sein Interesse an der eigenen Kreativi-tät entdecken.
Der Sonntagabend ist für Dokumentarfilme und spezielle Programmereignisse reserviert.

Werktags ist das Tagesprogramm sehr regelmäßig strukturiert. ARTE präsentiert auch nach der Umstrukturierung Kultur, Filme und Magazine für die ganze Familie. Neben bekannten Formaten wie „X:Enius“, „Wunderwelten“ und „ARTE Entdeckung“ sollen vor allem neue Doku-Serien den Erfahrungshorizont des Rezipienten erweitern. Erst zur Primetime werden mit spezifischen Inhalten thematische Akzente gesetzt.
Montags werden vor allem Kinobegeisterte bei ARTE angesprochen. Hier werden am Abend Klassiker des europäischen und internationalen Films aller Genres, vom Western über Science-Fiction bis hin zu Horror, präsentiert. Das Format „Spätvorstellung“ widmet sich vor allem dem künstlerischen Dokumentarfilm. Einmal im Monat wird der Sendeplatz für besondere Opernabende und Theateraufführungen freigemacht.
Am Dienstagabend steht die Zeitgeschichte im Mittelpunkt. In „Thema am Dienstag“ befassen sich investigative Dokumentationen mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Ereignissen. Unterschiedliche Perspektiven von Deutschen und Franzosen sollen in diesem Rahmen medial so aufbereitet werden, dass der Rezipient in die Lage versetzt wird, sich ganz neu mit Themen beider Länder auseinanderzusetzen, seine gewohnten Sehmuster zu hinterfragen und damit auch gewohnte Erklärungsmuster und Verhaltensweisen in Frage zu stellen. Im Anschluss werden dem Zuschauer, mit den Formaten „Geschichte“ und „Geopolitik“, Themen aus Wirtschafts-, Sozial- und Politikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts präsentiert.
Mittwochs zeigt ARTE im Abendprogramm aktuelle Kino- und Dokumentarfilme aus aller Welt. Sie geben dem Rezipienten die Möglichkeit, aus verschiedensten Perspektiven einen Blick auf vermeintlich Bekanntes zu werfen und somit seinen kulturellen Erfahrungshorizont zu erweitern. Formate wie „Kulturdokumentation“ und „Kino Entdeckung“ präsentieren kaum bekannte innovative Produktionen.
Am Donnerstagabend werden Fernsehserien grundsätzlich als Doppelfolgen ausgestrahlt. Nicht nur internationale Erfolgs- sondern auch Neuproduktionen finden hier Raum. Im Spätabendprogramm geben die Formate „Wissenschaft“ und „Gesellschaft“ Einblicke in die unterschiedlichsten Bereiche und Alltagssituationen.
Freitags bietet das Abendprogramm dem Zuschauer zum einen die besten Fernsehfilme, nicht nur aus Deutschland und Frankreich, und zum anderen Fernsehfilme für das jüngere Publikum. Das Format „Kurzschluss“ präsentiert darauf folgend die neusten Kurzfilme.

ARTE ist heute ein wichtiger Bestandteil der europäischen Medienlandschaft

Der Kulturkanal ARTE ist heute ein wichtiger Bestandteil der europäischen Medienlandschaft und zeigt täglich, dass es möglich ist, auch im Fernsehen die Grenzen nationaler Perspektiven zu überwinden. Ziel des Senders ist es, Programme zu produzieren und zu senden, die bei den Zuschauern das Interesse an anderen Kulturen und Lebensformen wecken. Darüber hinaus informiert ARTE über wichtige politische Ereignisse und spiegelt die gesellschaftlichen Entwicklungen in den Ländern Europas und der Welt wider.

ARTE schafft Überschneidungssituationen von Eigen- und Fremdkultur, um Rezipienten unterschiedlicher Herkunft für Toleranz und Akzeptanz gegenüber kultureller Vielfalt zu sensibilisieren.

 

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